Universität Duisburg-Essen
Verteilte Systeme
Anforderungsanalyse und prototypische Entwicklung einer Peer-to-Peer Systemarchitektur für eine verteilte virtuelle Gemeinschaft
Prüfer Prof. Dr.-Ing. Torben Weis
Betreuer Dr. Arno Wacker
Bearbeiter Simon Scheidegg
Beginn November 2007
Dauer 6 Monate

Im Rahmen des peers@play Projekts beschäftigt sich der Fachgebiet Verteilte Systeme in Zusammenarbeit mit den Universitäten Mannheim und Hannover mit der Erstellung eines interaktiven dreidimensionalen virtuellen Weltmodells. Ein solches Weltmodell kann unter anderem für die Realisierung virtueller Gemeinschaften verwendet werden. Virtuelle Gemeinschaften erfahren in den letzten Jahren zunehmende Bedeutung, sowohl im Web-basierten Bereich (Stichwort Web 2.0) als auch im 3D-Bereich (beispielsweise Second Life oder Sony Home). Diese Systeme treten hierbei in steigendem Maße als Portale auf, die es Anwendern erlauben, auf eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen zuzugreifen. So werden in Second Life beispielsweise reale und virtuelle Waren zum Verkauf angeboten, Kunstausstellungen und Konzerte veranstaltet und Vorlesungen abgehalten. Die technische Realisierung des im peers@play Projekt entwickelten Systems soll vollständig verteilt auf Basis einer Peer-to-peer-Systemarchitektur erfolgen. Hierbei wird von einer hohen Heterogenität der verwendeten Endgeräte und Kommunikationsnetze ausgegangen, was es Anwendern erlaubt jederzeit und an jedem Ort auf die Plattform zuzugreifen und an der virtuellen Gemeinschaft zu partizipieren.

Im Rahmen dieser Arbeit soll die Peer-to-peer-Systemarchitektur analysiert und prototypisch implementiert werden. Dabei gliedert sich die Arbeit in zwei maßgebliche Teile. Im ersten Teil soll zunächst eine Anforderungsanalyse bezüglich der Funktionalität der p2p-Systemarchitektur durchgeführt werden. Hier muss insbesondere darauf geachtet werden welche Grundfunktionalität eine verteilte virtuelle Welt benötigt. Das Ergebnis dieses Teils soll eine Schnittstellenspezifikation sein, welche zwingend von einem p2p-System erfüllt werden muss um als Grundlage einer virtuellen Gemeinschaft zu dienen. Im zweiten Teil dieser Arbeit soll von dem p2p-System CAN ausgegangen werden und eine geeignete Erweiterung geschaffen werden, so dass die in dem ersten Teil entwickelte Schnittstelle erfüllbar ist. Dabei soll soweit wie möglich die Eigenschaften von CAN ausgenutzt werden (z.B. dass CAN bereits einen virtuellen Raum aufspannt). Diese Erweiterung soll daraufhin prototypisch implementiert werden und in das gesamte peers@play Framework eingefügt werden.

Voraussetzungen: Fundierte Kenntnisse im Bereich der verteilten Systeme und peer-to-peer Architekturen. Des Weiteren sind Kenntnisse im Bereich der objektorientierten Entwicklung mit C# von Vorteil.

 

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