Universität Duisburg-Essen
Verteilte Systeme
Modellierung von Interaktionsregeln in einer virtuellen Welt
Prüfer Prof. Dr.-Ing. Torben Weis
Betreuer Dipl.-Inform. Sebastian Schuster
Bearbeiter Gregor Scholtysik
Beginn Oktober 2008
Dauer 6 Monate

Im Rahmen des peers@play Projekts beschäftigt sich der Fachgebiet Verteilte Systeme in Zusammenarbeit mit den Universitäten Mannheim und Hannover mit der Erstellung eines interaktiven dreidimensionalen virtuellen Weltmodells. Ein solches Weltmodell kann unter anderem für die Realisierung virtueller Gemeinschaften verwendet werden. Virtuelle Gemeinschaften erfahren in den letzten Jahren zunehmende Bedeutung, sowohl im Web-basierten Bereich (Stichwort Web 2.0) als auch im 3D-Bereich (beispielsweise Second Life oder Sony Home). Diese Systeme treten hierbei in steigendem Maße als Portale auf, die es Anwendern erlauben, auf eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen zuzugreifen. So werden in Second Life beispielsweise reale und virtuelle Waren zum Verkauf angeboten, Kunstausstellungen und Konzerte veranstaltet und Vorlesungen abgehalten. Die technische Realisierung des im peers@play Projekt entwickelten Systems soll vollständig verteilt auf Basis einer Peer-to-Peer-Systemarchitektur erfolgen. Hierbei wird von einer hohen Heterogenität der verwendeten Endgeräte und Kommunikationsnetze ausgegangen, was es Anwendern erlaubt jederzeit und an jedem Ort auf die Plattform zuzugreifen und an der virtuellen Gemeinschaft zu partizipieren.

Ein Problem in solchen peer-to-peer-basierten Welten ist das Brechen von Regeln in dieser Welt (Cheating) durch böswillige Teilnehmer. Im Rahmen dieser Arbeit sollte Herr Scholtysik in einem ersten Schritt die Regeln in modernen massiv verteilten Onlinewelten untersuchen und formalisieren. Dazu sollten die Regeln in verschiedenen existierenden Onlinewelten in einer geeigneten Sprache modelliert werden. Darauf aufbauend sollte ein System entwickelt werden, dass die Einhaltung dieser Regeln sicherstellt. Dieses System sollte prototypisch implementiert und mit dem graphischen 3D-Client des peers@play-Projekts getestet werden.

Voraussetzungen: Fundierte Kenntnisse im Bereich verteilter Systeme und 3D-Darstellung. Des Weiteren sind Kenntnisse im Bereich der objektorientierten Entwicklung mit C# notwendig.

 

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